Mietspiegel: Was er wirklich sagt und wie du ihn für deine Miete nutzt
Ein Mietspiegel, ein offiziell ermitteltes Verzeichnis der Mietpreise für Wohnungen in einer Stadt oder Region. Auch bekannt als Mietpreisspiegel, ist er das wichtigste Werkzeug, um zu prüfen, ob deine Miete noch im Rahmen liegt. Er wird von Städten oder Mietervereinen erstellt – meist alle zwei Jahre – und basiert auf tatsächlichen Mietdaten aus Tausenden Wohnungen. Keine Schätzung. Keine Theorie. Nur Zahlen aus der Realität.
Doch viele Mieter verstehen ihn falsch. Ein Mietspiegel sagt nicht, was du musst zahlen. Er sagt, was andere in deiner Straße, deinem Stadtteil oder deiner Stadt für eine ähnliche Wohnung zahlen. Das ist der Schlüssel: Vergleichsmiete. Wenn deine Wohnung 70 Quadratmeter hat, drei Zimmer, eine neue Küche und einen Balkon, dann schaust du nicht auf den Durchschnitt deiner Stadt – du schaust auf die Zeile für 65–75 Quadratmeter, 3 Zimmer, modernisierte Ausstattung. Und dann vergleichst du. Wenn du 12 Euro pro Quadratmeter zahlst, aber der Mietspiegel für deine Wohnungsklasse nur 9,80 Euro zeigt, dann hast du ein Problem. Und zwar ein rechtliches.
Der Mietspiegel ist kein Vorschlag. Er ist ein Beweis. Wenn du deine Miete anfechten willst, weil sie zu hoch ist, brauchst du ihn. Wenn dein Vermieter nach der Modernisierung die Miete erhöht, musst du prüfen, ob er sich an den Mietspiegel hält – sonst ist die Erhöhung rechtswidrig. Und wenn du eine neue Wohnung suchst, hilft er dir, Angebote zu bewerten. Ein Angebot von 11 Euro pro Quadratmeter in Leipzig? Vielleicht fair. In München? Dann ist der Vermieter entweder sehr optimistisch oder du solltest weiter suchen.
Der Mietspiegel ist kein Gesetz – aber er ist die Grundlage für das Gesetz. Die Mietpreisbremse greift nur, wenn der Mietspiegel als Referenz herangezogen wird. Und wenn du dich auf den Mietspiegel berufst, hast du nicht nur eine Zahl – du hast Macht. Denn Vermieter wissen: Wer den Mietspiegel kennt, ist schwer zu täuschen.
Was du hier findest, sind Artikel, die genau das aufgreifen: Wie du den Mietspiegel richtig liest, welche Ausnahmen es gibt, wie du ihn für eine Mietreduzierung nutzt, und warum er in manchen Städten nicht mehr stimmt – weil die Daten veraltet sind. Du findest Tipps, wie du deine eigene Vergleichsliste erstellst, was du tun musst, wenn der Mietspiegel fehlt, und wie du mit ihm im Gespräch mit deinem Vermieter punktest. Keine Theorie. Kein Blabla. Nur das, was du brauchst, um deine Miete zu verstehen – und wenn nötig, zu senken.