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Kondenswasser im Dach: Ursachen, Lüftung und Dampfbremse - So vermeiden Sie Schäden

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Kondenswasser im Dach: Ursachen, Lüftung und Dampfbremse - So vermeiden Sie Schäden
Von Jana Kleinhans, Dez 5 2025 / Hausrenovierung

Wenn im Winter Tropfen an den Dachfenstern laufen oder sich Feuchtigkeit in der Dachkonstruktion sammelt, ist das kein harmloses Phänomen - das ist Kondenswasser. Und es kann dein Dach langsam aber sicher zerstören. Schimmel, faulende Holzkonstruktionen, abfallende Dachziegel: All das fängt oft mit einem einfachen Tropfen an. Warum das passiert, wie du es stoppst und was wirklich hilft - das erklären wir dir klar, ohne Technisch-Jargon.

Warum entsteht Kondenswasser im Dach?

Es ist Physik - kein Zufall. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit halten als kalte. Wenn du in deinem Haus heizt, steigt die warme, feuchte Luft nach oben - direkt ins Dachgeschoss. Dort trifft sie auf kalte Oberflächen: Dachziegel, Metallbleche, Dachfenster, Sparren. Sobald die Lufttemperatur unter den Taupunkt fällt, kondensiert die Feuchtigkeit. Sie wird zu Wasser. Und das bleibt hängen.

Die kritische Temperatur? Bei 21°C Raumtemperatur und 50% Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei etwa 12,5°C. Bei Außentemperaturen unter 5°C ist das in fast jedem Dachgeschoss regelmäßig der Fall. Besonders betroffen sind Metalldächer - sie leiten Kälte schneller und kühlen die Luft darunter schneller ab. Dachfenster sind ebenfalls Hotspots: Ihre schräge Form sammelt das Wasser, und oft ist die Dämmung darum schlechter.

Modernes Bauen macht’s noch schlimmer. Heutige Häuser sind luftdicht isoliert - gut für Energie, schlecht für Luftaustausch. Früher hat sich Feuchtigkeit durch Ritzen und Spalten verflüchtigt. Heute bleibt sie im Haus. Das Bauschadeninstitut dokumentiert: In Neubauten ist der Schimmelbefall in den letzten zehn Jahren um 37 % gestiegen. Die Ursache? Zu viel Feuchtigkeit, zu wenig Luftbewegung.

Die drei Hauptursachen - und wie du sie erkennst

Nicht alles Kondenswasser kommt von außen. Meist liegt es an drei Dingen, die du selbst beeinflussen kannst:

  1. Falsches Heizen und Lüften: Wenn du Räume nur kurz und kalt heizt - etwa nur abends - bleibt die Luftfeuchtigkeit hoch. Die Wände und Dachkonstruktionen kühlen aus und kondensieren. Lüften? Nur kurz die Fenster aufmachen? Das reicht nicht. Du brauchst Stoßlüften - mindestens 5-10 Minuten, mehrmals täglich.
  2. Schlechte Dämmung oder Wärmebrücken: Ein Sparren, der nicht richtig gedämmt ist, oder ein Metallrahmen um ein Dachfenster: Das sind Kältebrücken. Dort kühlt die Luft schneller ab. Du findest sie oft an den Ecken von Dachfenstern oder dort, wo Rohre durch das Dach gehen. Die Oberfläche fühlt sich kalt an - und ist oft feucht.
  3. Hohe Luftfeuchtigkeit im Inneren: Duschen, Kochen, Trocknen von Wäsche im Haus, viele Pflanzen, sogar Aquarien - das alles gibt Feuchtigkeit ab. In einem typischen Vier-Personen-Haushalt entstehen täglich bis zu 10 Liter Wasserdampf. Ohne Abfuhr bleibt sie im Dachraum.

Ein einfacher Test: Nimm ein Glas mit kaltem Wasser und stell es in den Dachraum. Wenn sich nach einigen Minuten Wassertröpfchen bilden - dann ist die Luft dort zu feucht. Das ist dein Indikator.

Dampfbremse: Was sie wirklich kann - und was nicht

Dampfbremsen sind oft der erste Gedanke, wenn es um Kondenswasser geht. Aber sie sind keine Wunderwaffe. Eine Dampfbremse verhindert nicht, dass Feuchtigkeit entsteht - sie soll nur verhindern, dass sie in die Dachkonstruktion eindringt.

Die richtige Dampfbremse hat einen sd-Wert zwischen 0,2 und 0,5 Meter. Das bedeutet: Sie lässt noch ein wenig Wasserdampf durch - aber nicht genug, um Schäden zu verursachen. Zu dicht? Dann bleibt die Feuchtigkeit zwischen Dampfbremse und Dachdeckung stecken. Das ist noch schlimmer. Zu offen? Dann bringt sie gar nichts.

Und hier kommt der große Fehler: Viele installieren die Dampfbremse falsch. Die Anschlüsse an Dachfenstern, Rohrdurchführungen oder Kabeldurchführungen sind nicht luftdicht verklebt. Das Bauschadeninstitut sagt: In 78 % der untersuchten Fälle war genau das der Grund für den Schaden. Eine Dampfbremse ist nur so gut wie ihre Verklebung - und die muss von einem Profi gemacht werden.

Ein weiterer Irrtum: Manche lassen eine Dampfbremse unter einer Dachbeschichtung. Das ist ein Fehler. Viele moderne Beschichtungen blockieren die Diffusion - die Feuchtigkeit kann nicht mehr entweichen. Das Umweltbundesamt warnt: Solche Überlackierungen reduzieren die Diffusionsfähigkeit um bis zu 60 %. Ergebnis: Die Feuchtigkeit bleibt - und schadet.

Schnitt durch ein Dach mit Lüftungslücke, Dampfbremse und Isolierung, Luftstrom zeigt Kondensationspunkt.

Hinterlüftung: Der unsichtbare Held

Wenn die Dampfbremse die Feuchtigkeit blockiert, brauchst du einen Ausweg. Das ist die Hinterlüftung. Sie ist der Luftstrom zwischen Dachdeckung und Dampfbremse - ein kleiner Spalt, der die Feuchtigkeit abtransportiert.

Die Mindesthöhe? 22 mm. Mehr als nur ein Zwischenraum - das ist ein technischer Kanal. An den Traufen und Giebeln brauchst du Lüftungsgitter. Die müssen mindestens 150 cm² Querschnitt pro 10 m² Dachfläche haben. Ein einfacher Trick: 1 cm² Lüftungsfläche pro m³ Raumvolumen. Das ist die Faustregel, die Handwerker nutzen.

Die Luft muss sich bewegen - mindestens 0,5 Meter pro Sekunde. Sonst stagniert sie. In 65 % der untersuchten Dächer fehlt genau das: der Luftstrom. Die Feuchtigkeit bleibt hängen - und der Schimmel wächst.

Ein Beispiel: Ein Nutzer auf einem Hausbau-Forum berichtet, dass nach der Installation von Lüftungsgittern mit 200 cm² Querschnitt und einer Dachneigung von 9,5 % die Kondenswassermenge um 70 % sank. Nicht durch teure Technik - einfach durch richtig dimensionierte Lüftung.

Was hilft wirklich? Vergleich der Lösungen

Es gibt viele Produkte, die versprechen, Kondenswasser zu verhindern. Aber was funktioniert? Hier ein klarer Vergleich:

Vergleich von Lösungen gegen Kondenswasser im Dach
Lösung Wirkung Kosten pro m² Vorteile Nachteile
Hinterlüftung (22 mm) Reduziert Kondensation um bis zu 92 % 5-10 € Keine Wartung, dauerhaft, einfach Benötigt korrekte Dachneigung (min. 7-10 %)
Dampfbremse (sd-Wert 0,2-0,5) Verhindert Eindringen in Konstruktion 8-12 € Grundvoraussetzung bei Dämmung Fehlerhafte Verklebung = Schaden
Antikondens-Vlies (z. B. Dryroof Pro) Speichert bis zu 0,8 l/m² Wasser 3-6 € Entlastet bei kurzfristiger Feuchtigkeit Kapazität sinkt nach 5-7 Jahren um 40 %
Automatische Lüftung mit Wärmerückgewinnung Senkt Luftfeuchtigkeit um 28 % 3.500-6.200 € (gesamt) Sehr effektiv, spart Heizenergie Bei falscher Dimensionierung erhöht sie die Feuchtigkeit!
Dachschindeln (z. B. IKO) 22 % weniger Kondensation als Ziegel 20-30 € Optisch ansprechend, guter Feuchtigkeitstransport Teurer als Metall, nicht für alle Dachformen

Was die Experten sagen: Prof. Dr. Anja Schmidt von der TU München: „Die optimale Kombination aus Zwischensparrendämmung mit λ=0,032 W/mK und einer Hinterlüftung von 22 mm reduziert Kondenswasserbildung um 92 %.“ Nicht eine Lösung - ein System.

Was du jetzt tun kannst - Schritt für Schritt

Du hast Kondenswasser im Dach? Hier ist dein Aktionsplan:

  1. Prüfe die Luftfeuchtigkeit: Kaufe ein einfaches Hygrometer (ca. 15 €). Halte die Luftfeuchtigkeit im Dachgeschoss zwischen 30 und 45 %. Über 60 % ist kritisch.
  2. Lüfte richtig: Mache mindestens 3-4 Mal täglich Stoßlüften - Fenster ganz auf, 5-10 Minuten. Kein Kippen! Das bringt nichts.
  3. Heize konstant: Nicht abends nur kurz an, sondern 20-21 °C rund um die Uhr. Kälte ist der Feind der Dampfbremse.
  4. Prüfe die Dachkonstruktion: Schau dir die Dachfenster an. Gibt es Feuchtigkeit an den Rahmen? Fühlt sich die Dachunterseite kalt an? Das sind Warnzeichen.
  5. Prüfe die Lüftung: Sind die Lüftungsgitter an Traufe und Giebel verstopft? Reinige sie. Sind sie zu klein? Dann ist es Zeit für eine Sanierung.
  6. Wende dich an einen Fachbetrieb: Wenn du unsicher bist - lass die Dampfbremse und die Dämmung prüfen. Die Installation muss luftdicht sein. Ein falsch verklebter Anschluss macht alles kaputt.

Die Investition lohnt sich. Eine Komplett-Sanierung kostet 85-130 €/m² bei einer Nachrüstung. Aber die Amortisationszeit liegt bei 7,2 Jahren - durch Energieeinsparungen und vermeidbare Schäden. Wer jetzt nicht handelt, zahlt später doppelt.

Künstlerische Darstellung von Wasserdampf, der an einer defekten Dampfbremse kondensiert, während eine Lüftung ihn abführt.

Was kommt in Zukunft? Trends und Neuerungen

Ab Januar 2024 gilt die neue DIN 4108-3:2023-11. Für alle Neubauten ist jetzt eine Kondenswasserrisikoanalyse nach Glaser Pflicht. Das bedeutet: Du kannst nicht mehr einfach dämmen und hoffen. Du musst berechnen, ob es zu Kondensation kommt.

Und es gibt neue Technologien. Das ift Rosenheim präsentiert IoT-Lüftungssysteme wie das Zehnder ComfoAir Q600 - sie messen die Luftfeuchtigkeit automatisch und passen den Luftwechsel an. Sie senken den Energieverbrauch um bis zu 35 %. Die Fraunhofer-Gesellschaft testet nanostrukturierte Beschichtungen, die Kondensation um 98 % reduzieren. Marktreife: Q3 2025.

Der Trend? Von Einzellösungen zu Systemen. Dampfbremse + Dämmung + Lüftung - alle müssen zusammenpassen. Wer nur eine Sache verbessert, macht es oft schlimmer.

Frequently Asked Questions

Kann ich Kondenswasser im Dach selbst reparieren?

Kurzfristig ja - durch regelmäßiges Stoßlüften und Heizen. Langfristig nein. Wenn die Dampfbremse defekt ist, die Lüftung zu klein oder die Dämmung unzureichend, brauchst du einen Fachmann. Selbstständige Reparaturen an der Dachkonstruktion führen oft zu noch größeren Schäden - besonders bei fehlerhaften Anschlüssen.

Ist eine Dampfbremse bei Metalldächern nötig?

Ja - besonders bei Metalldächern. Sie kühlen schneller ab und fördern Kondensation. Ohne Dampfbremse dringt Feuchtigkeit in die Konstruktion ein und korrodiert Holz oder Metall. Die Dampfbremse muss aber mit einer Hinterlüftung kombiniert werden - sonst wird’s noch schlimmer.

Warum hilft Lüften nicht immer?

Weil du nicht die gesamte Feuchtigkeit abführen kannst - nur die Luft im Raum. Die Feuchtigkeit, die in der Dachkonstruktion steckt, bleibt dort. Sie kommt nicht in den Raum - sie bleibt im Dach. Deshalb brauchst du eine Lüftung zwischen Dachdeckung und Dämmung, nicht nur im Wohnraum.

Wie erkenne ich, ob meine Dampfbremse defekt ist?

Schau dir die Anschlüsse an Dachfenstern, Rohrdurchführungen und Kabeln an. Sind sie verklebt? Oder ist die Folie abgefallen? Prüfe mit einem Feuchtemessgerät: Wenn die Dachkonstruktion über 20 % Feuchtigkeit hat, ist etwas falsch. Ein Fachmann kann mit einer Infrarotkamera auch unsichtbare Feuchtigkeitsansammlungen finden.

Kann ich eine Dampfbremse nachträglich einbauen?

Ja - aber nur, wenn du das Dach öffnest. Du kannst sie nicht einfach von unten aufbringen. Die Dampfbremse muss zwischen Dachsparren und Dachdeckung liegen - also nur bei einer Sanierung. Eine Nachrüstung ist teuer, aber notwendig, wenn Schäden drohen.

Was jetzt? Dein nächster Schritt

Wenn du Kondenswasser siehst - handle nicht impulsiv. Nicht jeder Tropfen ist ein Grund zur Panik. Aber wenn du Feuchtigkeit an Dachfenstern, Schimmelgeruch oder verfärbte Holzkonstruktionen bemerkst, ist es Zeit für eine professionelle Prüfung.

Beginne mit einem Hygrometer und regelmäßigen Stoßlüften. Das kostet nichts und wirkt sofort. Dann lass die Lüftungsgitter prüfen - oft sind sie verstopft. Wenn das nicht hilft, hole einen Dachdecker oder Energieberater. Die neue EnEV 2024 macht es Pflicht: Jedes Dach muss sicher sein. Dein Haus, deine Gesundheit - das ist es wert.

Kondenswasser Dach Dampfbremse Dachlüftung Dachsanierung Feuchtigkeit im Dach

Kommentare

Nils Seitz

Nils Seitz

-

Dezember 5, 2025 AT 19:04

Also ich hab das mit der Dampfbremse auch immer als Quatsch gesehen. Meine Oma hatte 1972 kein Ding und kein Schimmel. Warum? Weil sie jeden Morgen das Fenster aufgemacht hat. Einfach. Keine Technik. Kein sd-Wert. Einfach lüften. Heute ist alles so kompliziert geworden, dass man vergisst, dass Luft zirkulieren muss.

P.S. Ich hab drei Tippfehler in diesem Kommentar. Ich geb's zu.

Patrick Cher

Patrick Cher

-

Dezember 7, 2025 AT 03:31

Ach ja, wieder ein Artikel von Leuten, die glauben, sie könnten durch 22 mm Luft und einen sd-Wert von 0,4 die menschliche Natur außer Kraft setzen. Du heizt, du atmet, du schwitzt. Das ist kein Fehler, das ist Biologie. Und jetzt willst du das mit einer Folie und einem Gitter unter Kontrolle bringen? Das ist wie versuchen, den Regen mit einem Regenschirm zu verbieten. Du kannst nicht gegen die Physik gewinnen. Du kannst nur lernen, damit zu leben. Oder du ziehst in eine Hütte.

Gunvor Bakke Kvinlog

Gunvor Bakke Kvinlog

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Dezember 7, 2025 AT 15:56

Interessant, wie wir uns immer mehr von den einfachen Lösungen entfernen, statt sie zu verstehen. Kondenswasser ist nicht das Problem - es ist das Symptom. Das Problem ist, dass wir unsere Häuser zu Kapseln machen, in denen wir vergessen, dass wir selbst Feuchtigkeit produzieren. Vielleicht sollten wir nicht fragen, wie wir die Feuchtigkeit stoppen, sondern wie wir wieder lernen, mit ihr zu leben - ohne Angst, ohne Folien, ohne Experten. Die Natur hat es jahrhundertelang ohne Dampfbremsen geschafft.

Adrienne Seitz

Adrienne Seitz

-

Dezember 8, 2025 AT 08:34

Ich hab vor zwei Jahren genau das erlebt - Kondenswasser an den Dachfenstern, Schimmel an den Ecken. Hab erstmal nur gelüftet wie beschrieben, und es hat sich schon nach zwei Wochen deutlich gebessert. Keine teure Sanierung nötig. Aber ich hab auch keine Metalldächer. Vielleicht ist das der Unterschied? Jedenfalls: Lüften ist kostenlos. Und es fühlt sich gut an, wenn die Luft frisch ist. Danke für den klaren Artikel.

Sebastian Westphal

Sebastian Westphal

-

Dezember 9, 2025 AT 23:23

Hat jemand von euch schon mal ein IoT-Lüftungssystem probiert? Ich hab das Zehnder Q600 im Keller und es ist… seltsam. Es schaltet sich ein, wenn die Luftfeuchtigkeit über 55 % geht, aber manchmal macht es das, wenn ich dusche, und dann ist es wie ein Ventilator im Schlafzimmer. Und die App zeigt immer an, dass ich 'zu viel Feuchtigkeit produziere'. Ich bin kein Dampfer, ich bin Mensch. 😅

Aber seriös: Die Messwerte sind echt präzise. Und die Energieeinsparung? Ja, die stimmt. Aber ist es das wert? Fragt mal jemand, der es installiert hat.

Dana Lenz

Dana Lenz

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Dezember 11, 2025 AT 03:03

Es ist nicht akzeptabel, dass Menschen noch immer glauben, sie könnten durch 'ein bisschen lüften' Schäden an ihrer Immobilie verhindern. Die Statistiken sprechen eine klare Sprache: 37 % mehr Schimmel in Neubauten. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist eine öffentliche Gesundheitsgefahr. Wer hier noch auf 'Oma-Lüften' setzt, handelt fahrlässig. Die neue DIN 4108-3 ist kein Vorschlag - sie ist eine Pflicht. Und wer das ignoriert, riskiert nicht nur sein Dach, sondern auch die Gesundheit seiner Familie. Handeln. Jetzt. Nicht morgen.

Lorentz Koagedal

Lorentz Koagedal

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Dezember 11, 2025 AT 14:34

Ich hab seit 14 Jahren ein Dachgeschoss und jedes Jahr dasselbe Drama. Ich hab alles versucht: Dampfbremse, Vlies, Lüftungsgitter, sogar eine Luftentfeuchter-Maschine, die wie ein Flugzeug im Wohnzimmer rattert. Ich hab 12.000 Euro draufgegeben. Und trotzdem: Jeden Morgen sind die Fenster beschlagen. Ich hab den Dachdecker angerufen, der sagte: 'Sie haben zu viele Pflanzen.' Ich hab 17 Pflanzen. 17. Ist das jetzt ein Verbrechen? Ich hab eine Efeutute, die mir das Leben rettet, wenn ich depressiv bin. Und jetzt soll ich sie wegschmeißen, damit mein Dach nicht kaputtgeht?

Ich hab Angst. Ich hab Angst, dass ich mein Zuhause verliere. Weil ich nicht genug weiß. Weil ich nicht genug Geld habe. Weil ich nicht genug Zeit habe. Und jetzt kommt noch so ein Artikel, der sagt: 'Machen Sie das und das.' Aber wer macht das? Wer hat die Zeit? Wer hat die Kraft? Ich hab nur noch Tränen und Kondenswasser.

Veronika H.

Veronika H.

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Dezember 13, 2025 AT 08:02

Dachfenster sind Hotspots. Nicht 'Hotspots'. Hotspots. Ohne Komma. Und 'sd-Wert' nicht 'sd Wert'. Und 'Dampfbremse' ist kein Eigenname. Und 'Stoßlüften' ist ein Wort. Nicht 'Stoß lüften'. Und wer 'Tropfen' schreibt, muss nicht 'Tropfen laufen' sagen. Tropfen fallen. Oder laufen nicht.

Und wer das liest, hat auch Probleme mit Rechtschreibung. Ich hab's bemerkt. Und ich hab's nicht vergessen.

Sinead Riccardi

Sinead Riccardi

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Dezember 13, 2025 AT 15:10

Das ist doch lächerlich. 92 % Reduktion durch Hinterlüftung? Wer hat das gemessen? Ein Dachdecker mit einem Lineal? Und dann kommt noch so ein Prof. von der TU, der sagt: 'System'. Ja, toll. Ein System, das 10.000 Euro kostet. Ich hab 800 Euro im Monat Miete. Was soll ich tun? Mein Dach aufreißen und eine neue Welt bauen? Nein. Ich lüfte. Und wenn es schimmelt, dann schimmelt es. Ich hab andere Probleme. Wie meine Miete. Und mein Job. Und mein Kind, das Asthma hat. Aber ja, bitte, lass uns über sd-Werte diskutieren. Das ist wirklich wichtig.

Julia Golher

Julia Golher

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Dezember 14, 2025 AT 01:51

Warum immer so kompliziert? Einfach: Wenn es nass ist, dann ist es nass. Wenn es schimmelt, dann ist es schimmel. Du brauchst keine Tabelle. Du brauchst keine DIN-Norm. Du brauchst nur: Lüften. Heizen. Nicht mehr. Nicht weniger. Die ganze Geschichte mit Dampfbremsen und Vlies und IoT ist nur ein Geschäft. Die Leute verkaufen Angst. Und du kaufst sie. Einfach nur lüften. Jeden Tag. Und dann ist alles gut. Warum ist das so schwer zu verstehen?

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