Brettsperrholz: Was es ist, wo es verwendet wird und warum es sich lohnt
Wenn du von einem Holzwerkstoff hörst, der stärker ist als Beton und trotzdem aus echtem Holz besteht, dann denkst du vielleicht an Science-Fiction. Aber Brettsperrholz, ein mehrschichtig verleimtes Holzpaneel aus senkrecht angeordneten Holzbrettern. Auch bekannt als CLT (Cross-Laminated Timber), ist es kein Experiment – es ist Standard in modernem Holzbau. Es wird aus mindestens drei Lagen Holzbrettern hergestellt, die jeweils im rechten Winkel zueinander verleimt werden. Das macht es extrem stabil, formsicher und widerstandsfähig gegen Verziehen – genau das, was man braucht, wenn man große Flächen oder Wände aus Holz bauen will.
Brettsperrholz ist kein billiger Ersatz für Beton oder Stahl. Es ist ein hochwertiger Werkstoff, der in der Regel aus Fichten- oder Tannenholz hergestellt wird und in Deutschland nach strengen Normen geprüft wird. Es wird für Wände, Decken, Treppen und sogar ganze Mehrfamilienhäuser verwendet – oft als Alternative zu herkömmlichen Baustoffen. Warum? Weil es leichter ist, schneller verarbeitet werden kann und gleichzeitig eine hervorragende Wärmedämmung bietet. Und es speichert Kohlenstoff – ein echter Klimavorteil. Wenn du dich für nachhaltiges Bauen interessierst, ist Brettsperrholz kein Trend, sondern eine Lösung.
Es wird auch immer häufiger in Möbelbau und Innenausbau eingesetzt. Ob als Regalwand, Küchenarbeitsplatte oder Treppenstufe – die Oberfläche kann geschliffen, geölt oder lackiert werden, sodass es wie massives Holz wirkt, aber viel stabiler ist. Viele Tischlereien, wie wir bei Regal-Tischlerei, verwenden es für maßgeschneiderte Regalsysteme, weil es sich leicht bearbeiten lässt und trotzdem die nötige Tragfähigkeit bietet. Du brauchst keine teuren Metallträger, wenn du stattdessen ein paar Zentimeter Brettsperrholz einsetzt.
Was du beim Kauf beachten solltest? Nicht jedes Brettsperrholz ist gleich. Achte auf die Klasse – für Innenräume reicht meistens C24, für Außenbereiche oder hohe Belastung brauchst du C30 oder höher. Die Verleimung sollte nach EN 16351 zertifiziert sein, und die Holzqualität sollte frei von großen Astlöchern oder Rissen sein. Wenn du ein Regal oder eine Wand aus Brettsperrholz planst, solltest du auch die Feuchtigkeit im Raum berücksichtigen. Es ist zwar robust, aber kein Dauerregen-Resistent. Für Badezimmer oder Keller brauchst du spezielle Beschichtungen oder andere Werkstoffe.
Wenn du dich mit Holzbau, Innenausbau oder nachhaltigen Materialien beschäftigst, findest du hier eine Sammlung von Artikeln, die genau das behandeln: von der richtigen Verarbeitung über die Anwendung in Altbauten bis hin zu Fördermöglichkeiten für Holzkonstruktionen. Egal, ob du ein DIY-Projekt startest oder ein ganzes Haus planst – hier findest du praktische Erfahrungen, die dir helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.