Doppelbesteuerungsabkommen: Was Sie als Immobilienbesitzer oder Bauherr wissen müssen
Ein Doppelbesteuerungsabkommen, ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei Ländern, der verhindert, dass Einkünfte oder Vermögen doppelt besteuert werden. Auch bekannt als DBA, ist es kein abstraktes Steuerdetail – es beeinflusst direkt, wie viel Sie bei einer Auslandsimmobilie zahlen, ob Sie Mieteinnahmen aus Deutschland versteuern müssen oder ob eine Sanierung im Ausland steuerlich begünstigt wird.
Wenn Sie als Deutscher eine Wohnung in Spanien, Österreich oder der Schweiz besitzen, dann wirkt das Doppelbesteuerungsabkommen wie ein Schutzschild. Ohne es könnte Deutschland und das Auslandsland gleichzeitig Steuern auf Ihre Mieteinahmen verlangen – und das wäre nicht nur unfair, sondern auch teuer. Mit einem DBA wird klar: Wer darf welche Steuer erheben? Wo bleibt der Spielraum für Abzüge? Und wer zahlt, wenn Sie eine Dachsanierung im Ausland durchführen? Die Antwort liegt nicht im Bauplan, sondern im Steuerrecht. Und hier spielt das Doppelbesteuerungsabkommen die zentrale Rolle.
Es ist kein Zufall, dass viele unserer Artikel zu Immobilienkauf, Fördermitteln oder Mietrecht auch auf internationale Aspekte verweisen. Wer eine Wohnung in der Türkei kauft, eine Dachbegrünung in Belgien plant oder eine KI-gestützte Bewertung für ein Objekt in Österreich nutzt – alle diese Szenarien berühren das Steuerrecht. Ein DBA entscheidet, ob die Grunderwerbsteuer im Ausland gilt, ob BAFA-Zuschüsse für ausländische Projekte in Frage kommen, oder ob die Vermessungskosten im Ausland steuerlich absetzbar sind. Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um klare Regeln – und die stehen in diesen Abkommen. Wenn Sie als Bauherr, Vermieter oder Investor auch nur einen Gedanken an grenzüberschreitende Projekte verschwenden, dann ist dieses Abkommen Ihr unsichtbarer Partner. Es schützt Sie vor unnötigen Kosten, verhindert Überraschungen beim Finanzamt und macht internationale Investitionen überhaupt erst planbar.
Unten finden Sie Artikel, die genau diese Verbindungen aufzeigen: Wie ein DBA Ihre Renovierungskosten beeinflusst, warum es bei der DSGVO-Besichtigung von ausländischen Mietinteressenten relevant ist, und wie es sich auf Ihre Finanzierungsvorbehalt-Formulierung auswirkt. Kein theoretisches Gedankenspiel – das ist Ihr praktischer Leitfaden, wenn Sie über die Grenze denken.