Kappungsgrenze: Was sie bedeutet und warum sie bei Sanierungen und Förderungen zählt

Die Kappungsgrenze, die maximale Höhe an Fördergeld, die ein Projekt selbst bei höheren Kosten erhält. Auch bekannt als Zuschussobergrenze, ist sie kein Fehler im System – sondern ein bewusstes Limit, das verhindern soll, dass zu viel Geld in einzelne Projekte fließt. Du kannst 20.000 Euro in deine Dämmung investieren, aber wenn die Kappungsgrenze bei 15.000 Euro liegt, bekommst du nur die Hälfte davon erstattet. Das ist bei BAFA-Förderung, einem Bundesprogramm für energetische Sanierungen mit Zuschüssen bis zu 20 Prozent genauso wie bei KfW-Förderung, einem Kredit- und Zuschussprogramm für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Es geht nicht darum, wie viel du ausgibst – sondern darum, wie viel die Förderung maximal hergibt.

Die Kappungsgrenze tritt besonders bei großen Sanierungen auf: Wenn du eine neue Heizung, Fenster und Dämmung zusammen kaufst, summiert sich der Förderanspruch schnell – doch die Behörden schneiden ab, sobald ein bestimmter Betrag überschritten ist. Bei der BAFA-Förderung liegt die Kappungsgrenze für Einzelmaßnahmen oft bei 15.000 Euro pro Projekt, bei der KfW sind es je nach Programm bis zu 50.000 Euro. Aber: Diese Zahlen gelten nicht für den Gesamtbetrag deiner Sanierung, sondern für jede einzelne Maßnahme. Du kannst also mehrere Förderanträge stellen – aber jede Maßnahme hat ihre eigene Kappung. Das bedeutet: Wenn du 20.000 Euro in Fenster investierst und die Kappungsgrenze bei 15.000 Euro liegt, verlierst du 5.000 Euro Fördergeld. Das ist kein Manko – das ist eine Regel, die du einfach kennen musst.

Warum gibt es das überhaupt? Weil die öffentlichen Mittel begrenzt sind. Stell dir vor, jeder würde 50.000 Euro Förderung für eine einzelne Maßnahme beantragen – das Programm würde platzen. Die Kappungsgrenze sorgt dafür, dass viele Menschen etwas bekommen, statt wenige sehr viel. Aber das heißt nicht, dass du nichts tun kannst. Du kannst die Kappung umgehen, indem du Maßnahmen aufteilst: Eine Dämmung jetzt, die Heizung nächstes Jahr. Oder du kombinierst Zuschüsse mit Krediten – so bekommst du mehr Geld insgesamt, auch wenn der Zuschuss begrenzt ist. Viele unterschätzen, wie stark die Sanierungskosten, die tatsächlichen Ausgaben für Baumaßnahmen wie Dämmung, Fenster oder Heizung mit der Kappungsgrenze zusammenhängen. Du musst nicht weniger ausgeben – du musst nur klüger planen.

Die Kappungsgrenze ist kein Hindernis – sie ist ein Parameter, den du in deine Planung einbeziehst. Wie bei einem Budget: Wenn du weißt, dass du maximal 15.000 Euro Förderung bekommst, dann richtest du deine Investition danach aus. Du sparst nicht, indem du billiger baust – du sparst, indem du die Förderregeln kennst. Und das ist genau das, was du in den Artikeln hier findest: konkrete Beispiele, wie andere die Kappungsgrenze umgangen haben, welche Maßnahmen besonders gut gefördert werden und wie du deine Sanierung so planst, dass du keinen Cent der Förderung verlierst.

Von Rob Schmidt, 18 Nov, 2025 / Wohnen

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