Diffusionsoffene Dämmung: Was sie ist, warum sie funktioniert und wo sie wirklich hilft
Bei diffusionsoffene Dämmung, eine Dämmart, die Wasserdampf durchlässt, statt ihn zu blockieren. Auch bekannt als dampfdiffusionsoffen, ist sie kein Trend – sie ist eine Antwort auf jahrelange Fehler im Bauwesen. Früher dachte man: Je dichter die Dämmung, desto besser. Doch das führte zu Kondenswasser im Dach, Schimmel an Wänden und faulendem Holz. Diffusionsoffene Dämmung macht genau das Gegenteil: Sie lässt die Luft atmen. Das ist besonders wichtig bei Holzbau, wo Feuchtigkeit nicht einfach weggewischt werden kann.
Diese Art der Dämmung arbeitet mit der Natur – nicht gegen sie. Wenn Warme, feuchte Luft aus dem Wohnraum in die Dachkonstruktion steigt, kann sie ungehindert nach außen entweichen. Das verhindert, dass sich Feuchtigkeit in der Dämmung oder im Holz staut. Ein klassischer Fehler ist die Kombination mit einer falschen Dampfbremse, einer Folie, die Wasserdampf zurückhält. Dampfsperre ist ein falscher Begriff, wenn sie dort sitzt, wo sie nicht hingehört. In einem diffusionsoffenen System braucht man sie gar nicht – oder nur an ganz bestimmten Stellen. Die richtige Dachlüftung, die Luftzirkulation zwischen Dachdeckung und Dämmung ermöglicht ist dabei genauso wichtig wie die Dämmung selbst. Ohne Lüftung bleibt die Feuchtigkeit stecken – selbst bei diffusionsoffener Dämmung.
Warum ist das relevant für dich? Weil fast jeder alte Hausbesitzer irgendwann mit Feuchtigkeit im Dach zu tun hat. Oder plant, ein Holzhaus zu bauen. Oder will, dass seine Sanierung wirklich hält – nicht nur fünf Jahre. Diffusionsoffene Dämmung ist kein Luxus für Öko-Freaks. Sie ist eine kluge Lösung für alle, die keine teuren Reparaturen später wollen. Sie schützt Holzträger, verhindert Schimmel unter der Isolierung und sorgt dafür, dass deine Wände nicht feucht werden, nur weil du sie gut gedämmt hast. In der Praxis bedeutet das: weniger Abmahnungen wegen Schimmel, weniger Kosten für Trockenlegung, mehr Lebensdauer für dein Dach.
Die Beiträge unten zeigen dir, wie das in der Realität funktioniert – von Holzbau bis zur Dachsanierung. Du findest konkrete Beispiele, wo diffusionsoffene Dämmung den Unterschied macht – und wo sie falsch eingesetzt wird. Keine Theorie. Nur das, was in der Praxis zählt.