Mieterhöhung: Was du wirklich wissen musst, um deine Rechte zu schützen

Wenn du eine Mieterhöhung, eine Erhöhung der monatlichen Miete durch den Vermieter, die gesetzlich geregelt ist und nur unter bestimmten Bedingungen zulässig ist. Auch als Mietsteigerung bezeichnet, ist sie kein automatisches Recht des Vermieters, sondern muss nach den Regeln des Mietrechts erfolgen. Viele Mieter unterschreiben sie einfach – und verlieren dadurch Geld. Dabei gibt es klare Regeln, die dir helfen, zu prüfen, ob die Erhöhung überhaupt gültig ist.

Ein Vermieter darf nur dann die Miete erhöhen, wenn die letzte Erhöhung mehr als 15 Monate zurückliegt und die neue Miete nicht höher ist als der Mietspiegel, ein offiziell ermitteltes Vergleichsverzeichnis für Mieten in deiner Stadt oder Region, das von der Kommune oder einem unabhängigen Institut erstellt wird. Er muss dir auch schriftlich mitteilen, auf welchen Vergleichswohnungen er sich beruft – und das muss realistisch sein. Ein Vergleich mit einer Luxuswohnung im gleichen Haus zählt nicht. Auch wenn du deine Wohnung vor drei Jahren bezogen hast, kann er nicht einfach 10 % mehr verlangen. Die gesetzliche Obergrenze liegt bei 15 % innerhalb von drei Jahren – und das nur, wenn die Wohnung modernisiert wurde.

Wenn du unsicher bist, prüfe den Mietvertrag, das Dokument, das deine Rechte und Pflichten als Mieter festlegt und auch die Bedingungen für Mietänderungen enthält. Dort steht oft, ob eine Mieterhöhung überhaupt vorgesehen ist und unter welchen Umständen. Hast du eine Indexmiete oder Staffelmiete vereinbart? Dann gelten andere Regeln. Aber auch dann muss der Vermieter dir Belege vorlegen – keine vagen Aussagen. Und wenn du die Erhöhung nicht akzeptierst: Du hast drei Monate Zeit, um Widerspruch einzulegen. Keine Panik, kein Unterschreiben, keine Zahlung – bis du sicher bist.

Die meisten Mieterhöhungen sind nicht illegal – aber viele sind unzulässig, weil sie nicht richtig begründet wurden. In Leipzig, Berlin oder Köln sind die Mietspiegel gut dokumentiert. In kleineren Städten musst du manchmal selbst nachfragen. Die Stadtverwaltung oder die Verbraucherzentrale hilft dir kostenlos. Und wenn du eine Erhöhung bekommst, die dich überrascht: Sammle alle Unterlagen. Die nächste Mietrechtsentscheidung könnte dir Tausende Euro sparen.

In den folgenden Artikeln findest du konkrete Beispiele, wie du Mieterhöhungen anfechten kannst, was du in deinem Mietvertrag prüfen musst und wie du den Mietspiegel richtig nutzt – mit echten Fällen, nicht mit Theorie.

Von Rob Schmidt, 18 Nov, 2025 / Wohnen

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