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Immobilien-Crowdfunding: Die besten Plattformen für Anleger im Vergleich 2026

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Immobilien-Crowdfunding: Die besten Plattformen für Anleger im Vergleich 2026
Von Rob Schmidt, Jan 19 2026 / Wirtschaft

Stell dir vor, du kannst mit 100 Euro in eine Wohnung in Berlin, ein Gewerbegebäude in Köln oder ein nachhaltiges Wohnprojekt in Hamburg investieren - ohne Eigentum, ohne Renovierung, ohne Vermieterstress. Das ist Immobilien-Crowdfunding. Kein Traum. Kein Hype. Das ist Realität in Deutschland 2026. Und es ist keine Nische mehr. Über 20 Plattformen bieten Anlegern die Möglichkeit, in Immobilienprojekte einzusteigen, die sonst nur Großinvestoren oder Banken erreichen. Aber welcher Anbieter ist wirklich gut? Und was kostet dich das Risiko?

Wie funktioniert Immobilien-Crowdfunding wirklich?

Es ist einfach: Ein Entwickler braucht Geld für ein Projekt - etwa eine Wohnanlage mit 20 Wohnungen. Statt nur eine Bank zu fragen, teilt er das Projekt in kleine Anteile auf. Du als Anleger gibst 100, 500 oder 1.000 Euro. Zusammen mit hunderten anderen Anlegern wird das Projekt finanziert. Im Gegenzug bekommst du Zinsen. Meist zwischen 5 und 12 Prozent pro Jahr. Die Laufzeit liegt typischerweise zwischen 12 und 60 Monaten. Am Ende wird dein Kapital zurückgezahlt - wenn alles gut läuft.

Doch hier ist der Haken: Du bist kein Eigentümer. Du bist Gläubiger. Und zwar oft in dritter Rangstufe. Das bedeutet: Wenn das Projekt scheitert, zahlen zuerst die Banken, dann die Subordinierten, dann du. Das Risiko ist real. Aber dafür bekommst du höhere Renditen als bei Tagesgeld oder Festgeld. Und du kannst dein Geld auf viele Projekte verteilen. Das ist der große Vorteil: Diversifikation mit wenig Kapital.

Die Top-Plattformen im Test - wer überzeugt?

Nicht alle Plattformen sind gleich. Einige setzen auf Masse, andere auf Qualität. Hier die vier, die sich 2026 als verlässlich erwiesen haben.

Exporo ist der Klassiker. Gegründet 2014, einer der ersten in Deutschland. Bietet sowohl Nachrangdarlehen als auch Genussrechte an. Die Mindestinvestition liegt meist bei 500 Euro. Die Projekte sind gut dokumentiert, die Plattform transparent. Exporo hat über 100.000 Anleger und hat mehr als 1,2 Milliarden Euro an Kapital vermittelt. Ein großer Vorteil: Du kannst zwischen verschiedenen Immobilientypen wählen - Wohnen, Gewerbe, Pflegeheime. Die Renditen liegen meist zwischen 6 und 9 Prozent.

Zinsbaustein macht es anders. Weniger Projekte, aber dafür hochwertig. Die Plattform arbeitet mit der Dr. Peters Gruppe zusammen, einem etablierten Immobilieninvestor. Die Mindestsumme ist 500 Euro. Die Durchschnittsrendite liegt bei 9,5 Prozent. Was auffällt: Projekte sind oft innerhalb von Stunden ausgebucht. Das liegt an der strengen Auswahl. Nur Projekte mit starken Entwicklern, klaren Cashflows und guter Lage werden angeboten. Für Anleger, die Qualität vor Quantität wollen, ist das die beste Wahl.

Bergfurst ist der zweite altehrwürdige Anbieter, gegründet 2015. Konzentriert sich auf Entwicklungsprojekte - also Immobilien, die gebaut oder saniert werden. Hier geht es um Renditen von bis zu 12 Prozent. Aber: Die Laufzeit ist länger, oft 48 bis 60 Monate. Die Transparenz ist gut, aber die Risiken höher. Denn bei Sanierungen kann es zu Kostenüberschreitungen kommen. Wer bereit ist, länger zu warten und höhere Renditen will, sollte Bergfurst prüfen.

GreenVesting ist der Ausreißer. Hier geht es nicht nur um Mieteinnahmen, sondern um Nachhaltigkeit. Du investierst in Gebäude mit Solaranlagen, Wärmepumpen, nachhaltigen Baustoffen. Die Projekte sind oft in Deutschland und Österreich. Die Renditen liegen bei 7 bis 9 Prozent. Der Vorteil: Du unterstützt den Klimaschutz. Der Nachteil: Die Auswahl ist begrenzt. Und es gibt weniger Projekte als bei Exporo oder Zinsbaustein. Ideal für Anleger, die nicht nur Rendite, sondern auch Werte investieren wollen.

Was du unbedingt beachten musst

Es gibt drei Fehler, die fast jeder Neue macht.

Erster Fehler: Du investierst alles in ein Projekt. Das ist wie ein Lotto-Ticket mit allen Zahlen. Ein Projekt scheitert - und dein Geld ist weg. Die Lösung: Verteile dein Geld auf mindestens 10 verschiedene Projekte. Nicht nur auf verschiedene Städte, sondern auch auf verschiedene Typen: Wohnen, Gewerbe, Pflege. Und auf unterschiedliche Laufzeiten. So vermeidest du, dass alle deine Anlagen gleichzeitig fällig werden.

Zweiter Fehler: Du vertraust auf die Renditeangabe. 12 Prozent klingen gut. Aber wer sagt, dass das wirklich kommt? Die meisten Plattformen nennen „potenzielle“ oder „erwartete“ Renditen. Die tatsächliche Auszahlung hängt vom Projekt ab. Ein Entwickler verspätet sich - die Zinsen fallen aus. Ein Mieter zieht aus - die Einnahmen sinken. Lies immer die Projektbeschreibung. Nicht nur die Zusammenfassung. Prüfe den Entwickler. Hat er schon andere Projekte erfolgreich abgeschlossen? Welche Bonität hat er? Ist er selbst mit Eigenkapital dabei? Das ist entscheidend.

Dritter Fehler: Du denkst, du kannst jederzeit aussteigen. Falsch. Die meisten Plattformen haben keinen Sekundärmarkt. Du kannst deine Anteile nicht verkaufen. Dein Geld ist mindestens ein Jahr gebunden. Manchmal fünf. Wenn du plötzlich Geld brauchst - dann hast du Pech. Das ist der größte Nachteil gegenüber Aktien oder Fonds. Immobilien-Crowdfunding ist eine langfristige Anlage. Nicht für Notgroschen.

Four architectural towers representing Exporo, Zinsbaustein, Bergfurst and GreenVesting, floating over a map of Germany.

So startest du richtig

Wenn du loslegen willst, ist der Weg einfach - aber nicht unüberlegt.

  1. Registriere dich auf einer Plattform. Die Anmeldung ist kostenlos. Du brauchst nur einen Ausweis, deine Bankverbindung und eine E-Mail-Adresse.
  2. Prüfe die Plattform auf BaFin-Zulassung. Jede echte Plattform muss von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zugelassen sein. Suche nach dem Hinweis „BaFin-überwacht“ oder „konzessioniert“.
  3. Starte mit 500 Euro. Wähle ein Projekt mit niedriger Laufzeit (12-24 Monate) und guter Dokumentation. Zinsbaustein oder Exporo sind gute Einstiegsplattformen.
  4. Investiere nicht mehr als 5-10 Prozent deines gesamten Vermögens in Immobilien-Crowdfunding. Es ist eine Ergänzung - kein Ersatz für deine Altersvorsorge.
  5. Verfolge deine Projekte. Die Plattformen senden regelmäßig Updates. Lies sie. Wenn sich etwas ändert - etwa der Entwickler wechselt - dann prüfe, ob du weitermachen willst.

Die Risiken im Detail

Ja, es gibt Risiken. Und sie sind nicht klein.

Das größte Risiko: Der Projektentwickler scheitert. Er hat zu wenig Eigenkapital, die Baupläne sind schlecht, der Markt ändert sich. Dann kann das Projekt nicht fertiggestellt werden. Deine Zinsen fallen aus. Dein Kapital ist gefährdet. Das passiert nicht oft - aber es passiert. Laut Branchenanalysen sind etwa 2-3 Prozent aller Projekte in Deutschland seit 2015 gescheitert. Das klingt wenig. Aber wenn du nur in ein Projekt investierst, dann bist du Teil dieses 2-3 Prozent.

Ein weiteres Risiko: Die Regulierung. Die BaFin hat seit 2015 strenge Regeln. Aber sie kann nicht jeden Betrug verhindern. Plattformen müssen Informationen offenlegen - aber nicht alle tun das vollständig. Einige nutzen Lücken. Achte auf klare Verträge. Wenn du nichts verstehst - dann nicht investieren. Ein guter Anbieter erklärt alles verständlich.

Und dann ist da noch die Inflation. Wenn die Zinsen bei 8 Prozent liegen, aber die Inflation bei 5 Prozent, dann ist deine reale Rendite nur 3 Prozent. Das ist immer noch besser als Tagesgeld. Aber du musst es wissen.

A hand placing €500 on a scale balancing returns against risks like time, lock-in and project failure.

Was bringt die Zukunft?

2026 ist ein Wendepunkt. Die großen Plattformen wie Exporo und Zinsbaustein wachsen weiter. Kleine Anbieter verschwinden. Der Markt konsolidiert sich. Das ist gut für Anleger - weniger Chaos, mehr Transparenz.

Ein neuer Trend: Blockchain. Einige Plattformen testen jetzt digitale Anteile, die auf einer Blockchain gespeichert werden. Das macht Transfers schneller, transparenter und sicherer. Noch ist es experimentell. Aber in fünf Jahren könnte das Standard sein.

Auch die Nachhaltigkeit wird wichtiger. GreenVesting ist kein Einzelfall. Immer mehr Entwickler bauen energieeffizient. Und Anleger wollen das. Die Zukunft gehört Projekten, die nicht nur Rendite bringen, sondern auch die Umwelt schonen.

Was nicht kommen wird: Masseninvestitionen von Kleinanlegern ohne Risikobewusstsein. Wer glaubt, Immobilien-Crowdfunding sei ein schnelles Geld, irrt. Es ist eine Anlageform für geduldige Menschen. Wer das versteht, kann hier gute Renditen erzielen - ohne Immobilien zu kaufen.

Frequently Asked Questions

Ist Immobilien-Crowdfunding sicher?

Es ist nicht sicher - aber kontrollierbar. Immobilien-Crowdfunding ist eine Kapitalanlage und unterliegt den Risiken jeder Investition. Das Risiko ist höher als bei Tagesgeld, aber niedriger als bei Aktien. Die Sicherheit kommt durch Diversifikation, BaFin-Aufsicht und die Auswahl qualitativ hochwertiger Projekte. Wer nur in ein Projekt investiert, läuft Gefahr, sein Geld zu verlieren. Wer auf 10 oder mehr Projekte verteilt, reduziert das Risiko erheblich.

Wie hoch sind die Renditen wirklich?

Die angegebenen Renditen von 6 bis 12 Prozent sind erwartete Werte - keine Garantie. Die tatsächliche Rendite hängt vom Projekt ab. Einige Projekte zahlen pünktlich, andere verzögern oder fallen aus. Plattformen wie Zinsbaustein haben durchschnittlich 9,5 Prozent erreicht, Exporo liegt bei 7-8 Prozent. Die höchsten Renditen (10-12 %) kommen meist von Entwicklungsprojekten mit längerer Laufzeit. Höhere Renditen bedeuten immer höhere Risiken.

Kann ich mein Geld jederzeit abheben?

Nein. Die meisten Plattformen bieten keinen Sekundärmarkt an. Dein Geld ist für die gesamte Laufzeit gebunden - typischerweise 12 bis 60 Monate. Du kannst deine Anteile nicht verkaufen, wenn du plötzlich Geld brauchst. Das ist der größte Nachteil gegenüber Aktien oder Fonds. Investiere nur Geld, das du nicht brauchst.

Welche Mindestsumme brauche ich?

Die Mindestsumme liegt zwischen 100 und 500 Euro, je nach Plattform. Zinsbaustein und Bergfurst verlangen 500 Euro, Exporo und Achtstein Invest akzeptieren schon 100 Euro. Für den Einstieg reicht 100 Euro. Aber du solltest mindestens 500 Euro investieren, um die Kosten pro Projekt zu senken und die Diversifikation zu ermöglichen.

Welche Plattform ist am besten für Anfänger?

Für Anfänger ist Exporo die beste Wahl. Die Plattform ist etabliert, die Projekte gut dokumentiert, die Benutzeroberfläche einfach und der Support gut. Zinsbaustein ist ebenfalls empfehlenswert, aber die Projekte sind schneller ausgebucht und die Mindestsumme höher. Wer erst mal testen will, sollte mit Exporo beginnen und 500 Euro in ein Projekt mit 24 Monaten Laufzeit investieren.

Immobilien-Crowdfunding Plattformen Vergleich Anlegerinvestments Rendite Immobilien Crowdinvesting Deutschland

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